Claudia Dalchow über ihre Rolle als Obdachlose: „Ich bin immer noch positiv schockiert, wie echt sich alles anfühlte!“

Und habt ihr sie wieder erkannt? Seit dem 20. Dezember 2019 (Folge 6262) ist Schauspielerin Claudia Dalchow für einige Folgen in der Rolle der Obdachlosen Sandra Caspari bei „Unter uns“ zu sehen. Die Story: Als Vivien ohne Sinas Wissen eine Obdachlose in der Praxis behandelt, kommt es zwischen Sina und Vivien zum Streit. Viviens Einsatz für Sandra hat schmerzliche Konsequenzen nach sich gezogen, doch ihr Einsatz wird belohnt…

Auf ihrer Instagram-Seite berichtet Claudia Dalchow von ihrer Dreherfahrung bei „Unter uns“ als Frau, die auf der Straße lebt: „Ich bin immer noch positiv schockiert, wie echt sich alles anfühlte, allein durch Maske und Kostüm. Oft kommt man aus der Maske beim Fernsehen mit Porzellan-Haut und super-Haaren. Dieses Mal bekam ich Augenringe, Öl in die Haare, damit sie strähnig aussehen und eine Wunde, die so perfekt gemalt war – ja, nur gemalt, nicht modelliert – dass mir ernsthaft ärztliche Hilfe angeboten wurde. Dazu das Kostüm, das bis hin zu den Socken, die kein einziges Mal im Bild waren, detailgetreu den Zustand meiner Rolle widerspiegelte. Ich bin sehr dankbar, für die liebevolle Arbeit dieser beiden Gewerke, von denen wir als Schauspieler so abhängig sind.“

Vivien lässt die Sorge um die obdachlose Sandra nicht los.

Bei den Dreharbeiten für „Unter uns“ geschah dann auch noch ein schmerzhaftes Missgeschick: „Beim Außendreh stach mich eine Wespe in den Finger, vor dem ersten Take eines langen Drehtages. Natürlich tat das sauweh, aber dass man trotzdem dreht, ist völlig normal, gerade beim extrem eng getakteten Zeitplan einer Serienproduktion. Beim Theater ist es nicht anders, ich habe auch schon mit einem gebrochenen Fuß gespielt.
Ich wurde augenblicklich mit Teebaumöl und Schmerzmittel versorgt, und das Team passte den ganzen Tag extrem gut auf mich auf. Jedes Mal, wenn ich mich draußen setzen wollte, sprang sofort die Ausstatterin mit einem Kissen herbei. So rührend. Das erlebt man wirklich nicht immer“, berichtet die Schauspielerin und erzählt weiter:

„Sämtliche Kollegen haben mich von Anfang an extrem freundlich und herzlich empfangen und mir bei allem weitergeholfen, was ich als Neue am Set manchmal einfach nicht wissen konnte. Auch das ist nicht selbstverständlich. Ich habe mit insgesamt vier verschiedenen Regisseur/innen gedreht, und jede/r war toll. Alles in allem eine echt schöne Erfahrung, die mir am letzten Drehtag ein Abschiedstränchen ins Auge getrieben hat. Was für ein Geschenk, wenn man traurig ist, weil ein Arbeitstag endet. Die Rolle hat mich oft zum Nachdenken gebracht. Schon beim ersten Blick in den Spiegel im vollen Kostüm. Was wäre, wenn das wirklich mein Leben wäre? Bin ich dankbar genug für mein echtes Leben?“

Die Schauspielerin engagiert sich auch im wahren Leben für soziale Projekte. Sie unterstützt sich Projekt „Klinikclowns für Namibia“. Dieses Projekt ist die Chance auf emotionale Erleichterung für Kinder in Krisensituationen und einem negativen Lebensumfeld. Anfang Dezember war die Schauspielerin, laut ihren Social Media-Accounts, persönlich vor Ort.

Mehr rund um Claudia Dalchow erfahrt ihr auf ihrem Instagram-Profil (dort gibt es Backstage-Schnappschüsse, ihrer Facebookseite sowie ihrer offiziellen Website: www.claudia-dalchow.com

Tobias lässt Sandras Lebensgeschichte nicht kalt.

Fotos: TVNOW // Agentur